Klappe - die Letzte! Die große Abrechnung


Das war's, Ende, vorbei, meine Auslandszeit ist abgelaufen und jetzt
fühle ich mich gerade irgendwie leer. Ich hab Teile des finalen Blogs
zuvor verfasst, um möglichst alles einzubringen was mir in den Sinn
kam und um meine Meinung, Gefühle und Ansichten zu verschiedenen
Zeitpunkten zu integrieren.

Ich gehe mit gemischten Gefühlen, einmal happy meine Family und alte
Freunde wiederzusehen und auch das das Projekt endet freut mich, wobei
man zwangsläufig eine Verbindung zueinander aufbaut. Aber ich bin auch
traurig das diese geile Zeit vorbei ist (und die Trauer überwiegt
gerade), wer weiß ob und wann ich alle wiedersehen werde? So sein wie
hier wird es eh nie wieder aber evtl. weil die Zeit begrenzt ist. In
so manchen habe ich extrem gute Freunde gefunden Jana, Pia, Silke und
Sunny auf jeden Fall sowie Götz und Jens, Jonas und Sexy-Stefan und
und und ... (alle in alphabetischer Reihenfolge, um keinen zu
benachteiligen) Aber zu den allen
später mehr.

Bevor ich nach England kam wurde mir gesagt, dass es das Jahr meines
Lebens werden würde. Um es vorweg zu nehmen, ich weiß nicht ob es das
war, teilweise sicherlich, teilweise aber auch nicht. Es war ein
Besonderes, das Jahr was ich am intensivsten gelebt und erlebten habe,
eine durchgehend andere Erfahrung, ein ungestopptes Abenteuer und ja
auch eine große Herausforderung.

Als ich im Januar 2010 das erste Mal von der Möglichkeit gehört
hatte, seinen Zivi im Ausland zu machen, war ich dafür sofort Feuer
und Flamme. Ich konnte mir einen Traum erfüllen, den ich schon lange
hatte. Ein Auslandsjahr! Eine tolle Erfahrung, die Verbesserung der
Sprachkompetenz, eine Reifeprüfung, Selbsständigkeit,
Unabhängigkeit, ein Ausbruch aus dem normalen Leben, neue Leute, neue
Stadt anderes Land und ganz nebenbei sogar noch ein schöner Punkt in
meiner Vita.

Eventuell sollte ich auch erwähnen, dass das ganze Szenario recht
aufwendig war. Massenhaft Papierkram, Vorstellungsgespräch,
Vorbereitungskurse, Beurteilungen, Einschätzungen, Nachweise,
Bestätigungen und finanzielle Aufwendungen, die nicht zu verachten
waren. Vermittlungsgebühr, Reisekosten zu den Seminaren, dem
Vorstellungsgespräch und natürlich nach England. Ein "Taschengeld"
das für die Arbeit, die ich geleistet habe eine Frechheit war (Die
Putze hat für 4 Stunden arbeit mehr bekommen) und ein teures Leben in
London. Alter Vadder....aber ich lebe noch.

Wer meinen Blog ab und zu verfolgt hat weiß, dass die Zeit hier nicht
immer super war, ich hatte zwei extreme Tiefpunkte, die mir ihrerzeit
wirklich schwer zugesetzt hatten, aber nach jedem Tief kommt auch ein
Hoch. Ich konnte in dieser Zeit auf einige Leute zählen, welche mir
mit Rat und Tat zur Seite standen, mich aufbauten und zuhörten,
Tips gaben und einfach da waren als ich jemanden brauchte. DANKE dafür

Wie es bei Rückblicken so üblich ist, muss, werde und möchte ich ein
paar Menschen danken. Natürlich meiner Familie, die meine Pläne immer
befürwortet hatte, mich moralisch unterstützt hat und mir immer mit
Rat und Tat zur Seite stand. Gerade in dieser Zeit habe ich gemerkt
wie wichtig und schön es ist, einen guten familiären Rückhalt zu
haben und wie wichtig mir meine Familie ist. (Obwohl ich mir dessen
vorher bewusst war) Ich fand es schön zu meinen Großeltern mit
dem guten alten Brief Kontakt zu halten und manchmal habe ich gemerkt
wie wichtig ein paar kleine Worte sein können, wenn man weiß das sie
von Herzen kommen. In diesen Momenten habe ich gemerkt, dass ich auch
ein emotionaler Mensch sein kann, was mir sicherlich nicht alle
zutrauen würden.

Des weiteren Danke ich meinem Arbeitgeber, der meine Pläne vom Anfang
an unterstützte. Ich danke VIA e.V, für das Angebot eines ADiA und
damit der Grundlage für dieses Projekt. Danke an meine Bank für eine
funktionierende Kreditkarte, die mein Leben hier gesichert hat.

Jetzt möchte ich doch nochmal auf meine wichtigsten Weggefährten
eingehen, dass coole ist, dass sich viele vom anderen in ihrer Art
einfach total unterscheiden. Wir haben die "auf sie mit Gebrüll Typen"
aber auch den eher schüchternen, es ist schwer zu beschreiben und für
aussenstehende auch nicht immer nachvollziehbar aber wir waren ne
homogene Truppe und deswegen hat es gepasst.

Jana: du hast mein Frauenbild zerstört nach der einen Unterhaltung
im Februar (ein INsider mit Wortwitzpotential) aber dennoch erinner
ich mich gerne an die geile Zeit zurück. Es war cool einfach mit dir
auf der "Freundschaftsschiene" durch die City zu düsen, gemeinsam um
den Pandora-Crepes-Laden zu trauern oder einfach zusammen über blöde
Witze zu lachen und über die dicken, unhübschen Britinnen mit viel zu
kurzen Röcken und Orangenhaut (wobei es schon Orangenplantagen waren)
bis zur Ferse zu lästern. Du warst für jeden Scheiß zu haben und
hasst keine Party ausgelassen - well done "du Grund für die globale
Erderwärmung" und Danke für den Spaß und unsere Dates mein Herzblatt.
(Und unter uns, ich kenn dich auch anders als fett, hässlich und
ungeschminkt, aber sags nicht weiter!)

Pia: du hast die ehrenvolle Aufgabe mein Buddy zu sein mit Bravur
gemeistert, warst ein guter Ratgeber, Zuhörer und dafür, dass du dir
von mir immer ein Ohr abkauen lassen hast danke ich dir. Ich hab
unsere Buddy-Dates echt genossen und hab in dir eine sehr gute
Freundin und mein Kummerkissen gefunden. Und von Zeit zu Zeit musste
ich sogar herhalten und war dabei stets bemüht dir das gleiche
zurückzugeben. Bis zum Schluß habe ich immer wieder andere Seiten an
dir entdeckt und war manchmal geschockt oder positiv erfreut, wie ich
mich so verschätzen konnte. Solltest du in Berlin studieren, erwarte
ich, dass du deinen Buddyauftrag weiterhin ausführst und ich bin
gespannt um wieviele Kapitel ich meine Einschätzung erweitern werde.
Aber neben den ruhigen Momenten gab es auch so einige geile Partys,
Disconächte und viele lustige Buddy-Dates, du hast dich regelmäßig
um Kopf und Kragen geredet und auch das bringt so einige Erinnerungen
auf. Danke dafür, für die leisen und lauten Momente und für alle
gemeinsamen - also lass uns mit nem Drink
anstoßen "halb Vodka, viertel Cola" und was liegt anschließend näher
als die Frage, "woll'n wa rummachen"?

Silke: Auch du hast einen nicht ganz geringe Anteil an lustigen
Sache , die mir in Erinnerung bleiben werden. (Auch wenn du über nicht
alle so gut lachen kannst wie ich) Das erste an was ich denke, ist
das an das du wahrscheinlich auch denken wirst. Weil du weißt ja,
"wir verstehen uns".
Wir hatten eine geile Zeit und es schwebt gerade so einiges in meinen
Erinnerungen rum. DER Mega-Purple Turtle Abend zum Beispiel oder auch
der Abend, der von euch (speziell
dir) kurzfristig umgeplant wurde.
Ich kann nicht zählen wie häufig du ein guter Ratgeber warst aber du
warst es oft und dabei immer eine gute Hilfe! Aber auch auf der Piste warst du immer
vorne mit dabei du kleine Rampensau! Zum Ender meiner London-Zeit gehörtest du zu meiner Wochenend-Grundausstattung und was man manchmal so erlebt hat, bleibt besser unter uns . Danke für die coole Zeit, es war
soooo geil!

Sunny: du verstehst eh nicht was ich schreibe, also lass ich's gleich.
Aber du weißt das das Fazit mehr als positiv ist und du ne geile Sau
bist. Thanks sweetheart for cooking, laughing, flirting, the fun, the
partys, your hot outfits and you know "Sunny, yesterday my life was
filled with rain...."!

Götz: du warst einer meiner treusten Gefährten bei Wochenendtrips,
der Urlaubswoche, Partys und jedem anderen Scheiß. Gerade in der
Angangszeit waren wir nahezu unzertrennlich. Wir haben so einiges
erlebt, noch mehr gelacht und noch viel mehr gesoffen (ich könnte da
Sachen erzählen...). Es war ne hammer Zeit, die ich nicht missen will
und an der eine Menge Erinnerungen hängen. Danke für all die geilen
Sachen, die MEGA-Sprüche ( No(r)way/ Ich bin nicht Assi, ich bin
niveauflexibel/ und viel mehr) und die Sachen die man geinsam gelernt
hat (z.B das "good Value Cola" noch widerlicher schmeckt als Smirnoff
pur und das schönsaufen funktionert). Was bleibt mit mehr zu sagen?
Danke!

Jens: mein Überflieger, auch wenn du gefühlt mehr Zeit in Berlin als
in England verbracht hast warst auch du dabei wenn es um etwas ging,
wer erinnert sich nicht an den "ruhigen Pubabend" in Reading? An das
Karaoke in London, die Royal Albert Hall und eure Cocktailbar-Story in
Clapham. Man man, wie viel mir davon für Ewigkeiten im Gedächtnis
bleiben wird, das Highlight war aber wahrscheinlich unsere 4-er
Seifenoper und du hast das zu dem gemacht was es war! Auch du zählst
zu den eher Zurückhaltenden aber gerade das gab uns viele lange und
persönliche Gespräche und teilweise auch ernste und ruhige Momente.
Danke für all das und man sieht sich hoffentlich in der Heimatstadt.

Jonas:
wir haben uns wahrscheinlich so mit am häufigsten gesehen und
bei dir immer eine offene Tür zu haben, war ne geile Sache. Auch wenn
du eher der ruhigere Part unserer Clique warst, hatten wir echt
richtig viel Spaß und deine Home-Partys könnten legendär werden. Wir
hatte auch unter der Woche ne coole Zeit und auch wenn's noch so
spontan war hat sich immer irgendwas ergeben. Du warst der der uns
auch mal auf den Teppich zurückgeholt hat und egal was es alles war
und wie viele Facetten es auch hatte - es war der Hammer! Danke!

Stefan: du weißt wie sehr ich deine Anwesendheit bei Partys, Trips und
allen anderen Aktivitäten schätze. Auch wenn wir uns nicht ganz
regelmäßig gesehen haben bleiben so einige Erinnerungen hängen.
Viele lustige Aktionen, den Gewinn beim Karaoke-Contest, Party's bei
Jonas, geile Sprüche und ne gemeinsame Zeit, die ich wirklich
genossen habe. Sexy-Silly Sausage-Stefan, Danke und hier kann ichs ja
zugeben, es gibt etwas worum ich dich wirklich beneide - dein türkises
Olymp-Hemd!

Wenn ich gerade bei den mir Nahestehenden bin, darf ein Kommentar zu
unsere 4er-Seifenoper (viele wissen wer und
was gemeint ist) nicht fehlen. Ich bin mir sicher, dass sich kein
Drehbuchautor unsere Geschichte hätte ausdenken können. Die besten
Storys schreibt doch immernoch das Leben selbst und wir saßen oft
lachend, teilweise verzweifelt, ungläubig und manchmal fassungslos da.
Man braucht nicht viel für diese Story denn wir 4 Hauptdarsteller haben
wirklich gereicht und wenn unsere Leben alle schlechter laufen als zu
erwarten ist, dann verkaufen wir das ganze Ding an RTL und haben
ausgesorgt. Also Psssssttttt...

Ich könnte noch auf so viele Weggefährten, Freunde und Mitstreiter
eingehen aber das würde den Rahmen sprengen aber dankbar bin ich den
anderen auch. Es ist irre was ich alles in relativ kurzer Zeit erlebt
habe, was passiert ist und wie sich alles entwickelt hat. Wie schnell
man Menschen in sein Herz schließt und wie wichtig einem teilweise
sogar kleine Dinge sein können. London hat mir gezeigt, dass Freunde
die Familie sind, die man sich aussuchen kann und ich scheine ein
Glückspilz zu sein, dass meine mir gegebene und meine ausgesuchte
(auch in Deutschland) Familie so großartig ist.

Und nun das Thema auf das alle warten, die es nicht eh schon wissen:

Frauen! : Ich formuliere es mal so, ich gehe davon aus, dass der Papst
wahrscheinlich mehr Messdiener hatte als ich Mädels - schlauer seid
ihr immer noch nicht aber was soll's. Der Gentleman genießt und
schweigt.

Arbeit: Es ist so wie es schon zu Anfang war, ich habe die Tätigkeiten
nicht genossen, habe mich aber durchgebissen und bin an dem Projekt
und meinen Aufgaben gewachsen. Es gab selten Situationen, die
mich überforderten aber es gab sie. Ich hab
mich an viele Dinge gewöhnt die in mir vorher wahrscheinlichen einen
Brechreiz ausgelöst hätten, in diesem Sinn wurde ich abgehärtet. Ich
hab bis zum Schluß versucht keine zu persönliche Beziehung zu meinen
Service Usern aufzubauen und ich denke, dass mir das auch teilweise
gelungen ist. Mir tat Alan mit seinem stetig schlechter werdender
Zustand leid aber ich hab es meistens geschafft die Umstände nicht zu
nah an mich heran zu lassen. Auch wenn es hart klingt, man muss eine
"professionelle Gleichgültigkeit" walten lassen, um die mentale
Belastung gering zu halten. Sein Zustand und die Umstände entsprachen
einem "Tod auf Raten" und das täglich gesehen zu haben war für alle
ihn umgebenden Personen und auch für ihn selber eine psyschische
Belastung, die ich anfangs unterschätzt hatte. Die Frage, bis zu
welchem Punkt sein Leben lebenswert war kann ich nicht beantworten.
Ich denke, dass es das das letzte halbe Jahr auf jeden Fall nicht mehr war.
Dennoch kam ich mit ihm fast immer sehr gut klar, lediglich Arlene hat
mit das Leben teilweise schwerer gemacht als es notwendig war. Sie
kann sehr aufbrausend und manchmal auch respekt- und taktlos sein. Es
gab so einige Situationen über die ich mich aufgeregt habe und so
einige Andere bei denen ich dacht, alte kranke Frau. Sie hat das
Geschick in einer Kleinigkeit einen Weltuntergang zu sehen.. Aber sie
hatte auch ihre überaus freundlichen Momente, sorgsam, lustig,
hilfsbereit, sodass es relativ ausgeglichen war. Dennoch bleiben die
negativen Ereignisse länger im Kopf und ich denke, dass man jemandem
der eine nahezu kostenlose Arbeitskraft ist mehr Dank entgegenbringen
sollte, als sie es tat. (Obwohl mir ihre Familie und Freunde oft
sagten wie glücklich sie ist, mich da zu haben)
Dennoch bewunder ich etwas an ihr, diese Stärke mit der
Gesamtsituation so umzugehen wie sie es tat und das sie trotz aller
Rückschläge gekämpft hat. Ich ziehe davor wirklich meinen Hut! Es
gibt mit Sicherheit nicht viele die das Ganze so durchgestanden hätten
wie sie es tat. Zum Ende meiner Zeit hatten wir ein gutes Verhältnis
und ich habe echt nette Seiten an ihr kennengelernt und es freut mich,
dass man wenigstens "freundschaftlich" auseinander geht. Ich denke,
dass Alans Aufenthalt im Krankenhaus und Hospitz ihr ein wenig Ruhe
und Beruhigung gebracht hat, hauptsächlich da die Verantwortung bei
anderen lag. Sein letztendlicher Tod hat sie entlastet und ihr ihr
Leben zurückgegeben. Egal wie traurig Alans Ableben auch ist, sie hat
ihre eigenes Leben jetzt wieder.

Finanzen: Meinen erhofften Zielkorridor habe ich leider nicht
eingehalten, sondern um einiges überschritten. Jedoch trauer ich der
Investition "Auslandserfahrung" nicht hinterher. Es war nicht billig
aber das war's wert! Ich würde für diese gesammelten Erfahrungen, den
Spaß und meine eigene Weiterentwicklung und Horizonterweiterung sofort
wieder diese Summe ausgeben. No doubt! Es ist das erste Mal, dass ich
meine Ausgaben wirklich notiert habe und es ist überraschend wie sich
kleine Summen zu einer großen aufbauen. Ich hätte mich bei Summen die
man über das Jahr so ausgibt oftmals total verschätzt oder würded
ihr euren Kaffeekonsum auf 195 Pfund schätzen?

Zahlenspiel: 276 Tage UK (+ 8 in der Heimat und 10 in Frankreich),
107 neue Facebookfreunde (was ne Leistung), 1 Projekt, 34 Briefe und
Karten aus der Heimat, 1 Krankheit, 1 Geburtstag ohne Familie, 2
Heimattrips, 1 Wochenende in Wales, 2 Londoner Flughäfen die ich nicht
gesehen habe, 1 paar wirklich gute Freunde, 3 mal Besuch aus der
Heimat, Leute von 4 Kontinenten kennengelernt, 2 Volunteer Days, 1
Englandrundreise, 2 totale Tiefpunkte, 1 mal London Eye, 1 royale
Hochzeit, 1 Polizei angerufen, 8 mal geflogen, 0 Schlägerein, 1
verlorene Oyster Card, 3 mal 10 Pounds gefunden, 84 Blogeinträge, 1180
Blogbesucher, 2 Gästebucheinträge

Insider und Sprüchesammlung:

"Ich bin nicht assi, ich bin nieveauflexibel"
"Die Nutten, die sind raffiniert, die nehmen die Kohle auch an!"
"Woll'n wa rummachen?"
"No(r)way"
"Frauen sind wie Parkplätze, die Besten sind vergeben und der Rest ist
für Behinderte."
"Tarzan"
"hälfte Vodka, viertel Cola"
"Syphillis Sylv"
"lieber widerlich als wieder nich'"
"Im Matrix, im Matrix"
"Mit der Machete durch den Jungle"
"ich hab lust auf nen ruhigen Pubabend"
"Sooo fluffy I'm gonna die"
"Die nicht-britischen Volunteers, die haben doch alle genug Geld
hinter sich"
"Ich dachte Katie hätte Silvester bei Mc Donald's gefeiert"
"War es die? - Ja!? - Sei froh das ich's dir damals versaut habe. -
Ja, Danke dafür!"
"Was du machst ist ja keine richtige Arbeit. - Dafür bekomm ich ja
auch kein richtiges Geld!"

" Nico, warum trittst du mich?"
"Ich hab dich gehört als du gestern um 2 nach Hause kamst. - Ich kam
aber erst um 4. - Ja, da war es auch nochmal laut!"
"Nico?! Was machst du hier???? - Ähm...ich wohne hier!?"
....und soooo viele mehr!

Kommen wir nun zu meinen favourites in England:

Restaurants: Nandos, Jamie's Italian und Wagamama

Pubs/Bars: Wheatherspoons, Yates, O' Neils

Clubs: Purple Turtle, Purple Turtle und ZooBar

Städte: London, Liverpool, Manchester

London's parts: Es gibt zu viele! Covent Garden, Green Park, Kennwood
House & Estate und Canary Wharf, Leicester Square und und und...

Coffee Shops: Costa, viele kleine private und Cafè Nero

Musicals: We will Rock you, Wicked, Chicago

Songs:
Mambo Nr. 5, Elvis ain't dead, Billionaire, Fuck You, Dirty Bit

Jetzt gilt es noch einen passenden Abschluß zu finden, was schwerer
ist als gedacht. Viele von euch haben
meinen Blog ab und an, manche sogar regelmäßig verfolgt. Ich hoffe
ihr habt euch gut informiert und
auch gut unterhalten gefühlt. Ich habe versucht, alle Erlebnisse zu
schildern, oftmals humorvoll, manchmal ernst und teilweise sogar
emotional. Durch diesen letzten Eintrag wird das Abenteuer beendet und
eine kleine Träne opfer ich dafür. (wobei ich mir aber einen "wie
das wiedereinleben ist"-Bericht vorbehalte)
Mir selber diesen Traum zu erfüllen war wahrscheinlich einer der
besten Entscheidungen die ich treffen konnte. Ich bin glücklich und
ich möchte meine Erfahrungen aus den letzten 9 Monaten gegen nichts
eintauschen, weder die Guten noch die Schlechten. Ich hab einen
Schritt gemacht, der mich einfach extrem weitergebracht hat und von
dem ich hoffentlich in Zukunft profitieren werde. Ich weiß, dass ich
die Zeit vermissen werde, dass ich die Leute vermissen werde, dass ich
mich in der Zeit verändert habe und dass mein Leben um ein extrem
spannendes, interessantes, erfahrungsreiches und teilweise auch
exzessives Kapitel erweitert wurde. Es war geil, ohne Wenn und Aber!

Ich danke euch nochmals fürs lesen
meines Blogs, fürs Begleiten durch diese Zeit und jetzt habt ihr die
Möglichkeit mir nochmal eure Meinung zu geigen, ins Gästebuch, als
Kommentar oder wie auch immer ihr es tun wollt.

Ich habe lange über die Abschiedsworte meines Blogs nachgedacht und
freu mich zu einem Zeitpunkt zu gehen, wo sogar noch manche "schade"
sagen und in meiner Großkotzigkeit möchte ich noch anfügen: "wenn
der Hauptdarsteller von der Bühne geht, so hat das Folgen für die
Statisten, aber die Show geht trotzdem
weiter."

Danke,

euer Nico

22.6.11 16:15

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Jana (25.6.11 18:18)
wow. mehr gibt`s dazu eigentlich nicht zu sagen!!!
von wegen nicht emotional mein lieber...
du hast mich eben echt berührt!

ich bin eine der menschen - die dich in deiner jetzigen situation - verdammt gut verstehen kann, weil ich diesen lebensabschnitt "london" auch schon hinter mich bringen musste. die stadt bleibt bestehen...auch wenn es nie wieder so werden kann wie es war, falls man mal wieder gemeinsam dort hin würde. dennoch nico, die geilste erfahrung überhaupt ist meiner meinung nach; das man menschen getroffen hat die man jetzt aufeinmal nicht mehr missen möchte!

ich bin froh dass WIR BEIDE uns durch LONDON getroffen haben ...und auch wenn der kontakt mit sicherheit nicht immer flüssig sein wird...hoffe ich das wir uns durch die jahre nicht mehr aus den augen verlieren! ich stell`s mir nämlich mega cool vor auf einer hochzeit eingeladen zu sein(oder einzuladen) von einem menschen, der vor jahren einfach zufällig an gleicher ort und stelle war...ein mega hoch-hoch-hoch auf london!

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