Eine ruhige Woche und Cambridge,

diese Woche startete mit einem Schock und zwar einem Richtigen!
Montagabend wurde Alan ins Krankenhaus eingeliefert, auf Anraten der
Bezirkskrankenschwester (die bei uns ein- und ausgeht). Sein Zustand
hat sich seitdem in sofern verbessert, dass er nicht mehr als kritisch
bezeichnet wird (dieser war Montag lebensgefährlich). Arlene war die
ganze Woche über im Krankenhaus, Tag und Nacht und hat Alan gezeigt
das sie auch in den wirklich schlechtesten Zeiten zu ihm steht. Um
ehrlich zu sein halte ich das für bemerkenswert. Sowohl ich, als auch
Alex (unser Vollzeitpfleger seit Mittwoch) haben Alan zeitweise im
Krankenhaus beaufsichtigt um Alrene eine Pause zu gönnen. Auch das ist
etwas was ich so noch nie gehört habe. Arlene sorgt immer dafür, dass
jemand bei Alan im Krankenhaus ist, um ihn nicht allein zu lassen. Ich
habe dadurch mehr Freizeit bzw. keine wirklichen Aufgaben, außer
Wäsche waschen oder mal die Blumen zu giessen, was auch mal echt
entspannt ist.

Deswegen hatte ich auch Zeit mich Montag mit Verena, Jens und Jonas
auf nen Kaffee/Abendessen zu treffen, Mittwoch nach gemeinsamen
"Candlelight Dinner" in Chinatown mit Verena ins Musical "We will Rock you" zu gehen, um danach noch in einem Pub die singenden Dragqueens zu
bejubeln und festzustellen, dass inklusive mir nur 2 der anwesenden
30 Männer Heteros waren. Donnerstag war dann ein wenig Zeit um mich mit Pia auf nen Kaffe zu treffen und Freitag wurde ich zum "Supper" bei unseren kolumbianischen Volunteerkolleginnen Diana und Michelle geladen. Anschließend ging es noch in einen Pub, wo Pia und Verena uns
beiwohnten. Also die Woche war schonmal echt cool und am Samstagmorgen
ging es dann nach Cambridge. Als 6-er Gruppe (Laura, Verena, Michelle,
Diana, Pablo und ich) wurde somit das Wochenende bestritten.
Wir starteten mit einem Lunch-stop bei Pizzahut, wo Verena und ich
einen auf figurbewusst machten um festzsustellen, dass man nicht satt
wird aber genausoviel zahlt wie die anderen. Also ging es dann zum
Hostel, welches echt schön war aber leider alles andere als zentral.
Was soll's, wir starteten dann mit ein wenig Sightseeing und einer
Gondeltour auf dem Wasser (wie in Venedig), entlang der Colleges und
inklusive ausführlichen Erklärungen - also kulturell wertvoll.
Abends grillten wir dann im Hostel (das erste mal grillen in diesem
Jahr) und ließen den Abend dann gemütlich bei Gesellschaftsspielen
ausklingen. Sonntag ging es nach dem Frühstück und auschecken wieder
ins Stadtzentrum, wo wir uns zwei Colleges (u.a. das Kings College)
ansahen und ich mir die Frage gestellt habe, warum man nicht in
England studieren sollte. Die Gebäude sind echt schön, der Campus
wirklich hübsch und das Freizeitangebot ähnlich wie das optische
Erscheinungsbild der Studentinnen vielfältig. Lediglich der Preis
eines Studiums in England ist unattraktiv, also evtl. sollte man doch
mal drüber nachdenken, wenigstens für ein Auslandssemester oder so?!
Letztendlich bummelten wir noch durch die Stadt und nach abendlichem
Burrito beim Mexikaner fuhren wir dann wieder zurück nach London.
Obwohl unser Bus aufgrund technischer Probleme ausgefallen ist und wir einen Ersatzbus zum London-Stanstead Airport nahmen um
von dort den Stantstead-Express zu nehmen, war ich früher als
geplant zu Hause, da der Express in meiner Nähe hält und es dann nur
noch 10 Minütchen mit dem Bus zu mir waren. Genial!

So endete das Wochenende und
ich bin immernoch müde.

19.4.11 10:02, kommentieren

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Eine 2. Chance ist für'n Arsch

hey Follower, mein Wochenende ist schon wieder vorbei und ich brauch eine Erholungspause davon.

Die Nacht vom Freitag wurde in der Old Street verbracht, es
war die zweite Chance für diesen Teil Londons und wie schon vergangene Woche im Koko, haben wir uns danach gefragt warum wir uns das eigentlich antun. Diesmal war es zwar nicht ganz so schlecht wir
vorheriges Mal, mit der fleischverkaufenden Gangsterrapperin aus der
Kelly-Family, aber dennoch war der Club nicht gut. 3-3-3 Mothers hieß
das Ding, freier Eintritt, erst total leer und ne Stunde später total
überfüllt. Echt komisch und die Musik war kurzzeiti sogar ganz cool (z.B. mit MGMT)
aber eben nur kurzzeitig. Also, wir waren enttäuscht! Samstag ging es
dann mit Mel, Jonas, ihrem Service-User und Jens in den Regents Park
um die Sonne zu genießen. Ihr Service-User wusste uns zu unterhalten,
indem er uns Vorträge über Frauen, Romantik, Beziehungen und
Datingtipps gab. Leider hatten aber alle außer er das Gefühl, dass
seine teilweise extrem kitschigen Äußerungen aus dem vorletzten
Jahrundert waren und Mel regte sich leicht erregt über sein sexistisches Frauenbild auf. Also wir hatten Spaß! Am Abend wurde dann eine weitere Nacht im Purple Turtle angedacht, was aus gegebenem Anlaß dann zu einem ruhigen Abend in Hammersmith geändert wurde. Dennoch haben wir
das Beste aus dem Abend gemacht, mit stundenlangen Gesprächen, "Stadt, Land, Fluß" spielen (wobei ich immernoch wissen will, warum da "Pflanze" mit bei sein muss) und spannenden Lebensgeschichten. Ich
fand den Abend lustig, war aber dennoch froh, um kurz nach 8 Uhr dann endlich im Bett gewesen zu sein. Sowas ist hier weitaus weniger als selten der Fall. Sonntag ging es nach dem ausschlafen dann noch auf nen Kaffee und Spaziergang zur London Bridge mit Linda, um
anschließend im "Wagamama" zu dinnieren. Nach dem Essen ging es dann
über den Piccadilly Circus zum Covent Garden, wo wir ein paar Minuten
dem Straßenmusiker lauschten, bevor wir beide wieder unseren Heinweg
antraten. Der Musiker war übrigens der, der mir bei meinem ersten
Abend am Covent Garden die Zeit musikalisch versüßte. Also Londoner geht mal hin, es lohnt sich.

 

Bis nächste Woche...mal sehen, was ich dann alles zu berichten habe.

 

1 Kommentar 11.4.11 12:57, kommentieren

Heimatbesuch - love it!

Uhuhuhu.... meine Fresse war ich aufgeregt und hab ich mich gefreut,
dass mein Bruder und seine Freundin zu Besuch kamen.
Aber fangen wir erstmal mit einem anderen erfreulichen Thema an.

Wir hatten mal wieder einen professionellen Vollzeitpfleger da, was mir
einen Freizeitausgleich gab und echt dufte war. Die nette Dame namens Suzanne war die 3., die meinen Job für eine Zeit übernahm.
Hervorragend ist, dass sie neben ausgebildeter Pflegerin auch
Krankenschwester ist und Ahnung hat. Das erste was sie mich fragte war, ob ich hier der einzige Pfleger bin und wie ich das hinbekomme.
Dabei verriet sie mir, das sie die Agentur geschickt hat um
herauszufinden, ob ein Pfleger genug ist, eine durchgehende
professionelle Pflege benötigt wird und eine Gesundheitsgefährdung
für Alan und den Pfleger besteht, wenn dieser alleine ist. Awesome,
die räumt den Laden auf! Gleich am ersten Morgen sprach sie mit
Arlene, wie sie die Lage einschätzt: professionelle dauerhafte Pflege
und zwar sofort, Alans Transfers drastisch reduzieren, Vorbereitung
auf den worsest Case (oder auch Erlösung!?), nur noch wheelchair
accessable cabs, Oper-, Ballett- und Theaterabende nicht weiter
buchen, da die Belastung für Alan und den Pfleger zu groß ist und sie
äußerte starke Bedenken, ob Alan noch Reisetauglich ist (Zwecks
Glyndebourne). Ich bin froh, dass jemand der Arlene alles genau und professionell erklären kann es getan hat und ich nicht mehr alleine da stehe. Es freut mich, dass Alan endlich die Aussicht auf die Pflege
hat, die er benötigt.

Suzanne und ich haben uns wirklich oft
unterhalten und sie ist ehrlich, professionell und bewundert mich für
das was ich Leiste. Es ist eigenartig, dass jemand das nach einem Tag mehr wehrtschätzt als Arlene in einem halben Jahr, aber es freut mich.
Hoffentlich fängt Arlene jetzt an zu handeln! Und unter uns, sie meint
der Schritt bis Alan ans Bett gebunden ist ist sehr klein und der
Schritt bis er rausgetragen werden muss liegt bei ca. 6-8 Monaten -
SCHLUCK.
Am Mittwoch kamen dann endlich
mein Bruder und seine Freundin und wir haben den ersten Tag an der
Oxford Street verbracht, dann ging es zu Fuß durch "West End" bis zum Trafalger Square und Covent Garden, wo wir es uns bei Nando's haben schmecken lassen. Der Donnerstag verlief dann mit Sightseeing im Hyde
Park und in Notting Hill, bis es am Abend in die
"Royal Albert Hall" ging um dem "Royal Philharmonic Orchestra" bei der Performance der besten Rock und Pop Songs zu lauschen (Angel, We are the Champions, Simply the best und und und). Anschließend wurde auf die Nacht in einem Pub angestoßen. Der Freitag war dann größtenteils ohne die Family, es war Volunteers Day (wurde meinerseits gleich zum Managergespräch genutzt), welcher nach gemeinsamen Lunch im "London Museum" verbracht wurde, bevor ich mich dann Robin und Nici wieder zum Sightseeing anschloß (St. Pauls Cathedrale, Tower Bridge). Auch dieser
Abend wurde kulturell gestaltet und zwar im Oueen's Theather um "Les
Miserables" zu sehen - Expertenmeinung: teilweise ein wenig langatmig aber dennoch eine hervorragende Performance!
Das Wochenende wurde am "Camden Lock" begonnen, wo wir über den Markt trödelten. Im Anschluß wurde dem "Londen Eye" gewunken und der "Big Ben" bestaunt, bevor wir nach einem Zwischenstopp in einer Filliale einer weltweit bekannten Coffeeshop Kette wieder nach East Finchley aufbrachen, um uns für eine Partynacht umzuziehen.
Also ging es nach dem "aufbitchen" nach Camden Town um dem "KOKO" eine zweite Chance zu geben, genutzt wurde sie nicht. Deswegen wurde der Samstagabend im "Purple Turtle" gerettet, wo unser Musikgeschmäcker getroffen und die "House Mixer" gesoffen wurden. Sonntag strahlte
erneut die Sonne für uns, weshalb wir uns für den Finanzdistrikt, mit
Mittagessen bei "Jamie's Italian" und anschließendem Bootstransfer
nach Greenwich entschieden. Wir waren sowohl von dem Essen, als auch von Greenwich angetan und ich werde mit Sicherheit nochmal hinfahren, da wir natürlich zu spät kamen um ins Observatorium oder ins Museum zu gehen. Schön ist die ganze Anlage dennoch gewesen. Am Abend wurde
dann kurzerhand der geplante Karaokeabend auf Eis gelegt, da Sonntag Schließtag ist (doof, wenn die Website nicht auf dem neusten Stand ist) und darum ging es ins "O Neil's" auf nen Pint. Den letzten
gemeinsamen Tag haben wir im "Harrods" und "Westfieldcenter"
verbracht, zum Abschiedsessen ging es ins "Angus Steak House" und die letzten Stunden ließen wir dann im "Yates" ausklingen...dann war die Zeit auch schon wieder vorbei. Aber ich habe es tierisch genossen!

1 Kommentar 5.4.11 17:39, kommentieren

Von der Insel nichts neues,

wieder hat jemand mein Wochenende geklaut und das nach nur ein paar Stunden - gefühlt.


So Leute, die Woche war eigentlich okay, ausser das ich wieder am
Samstag ran musste. Aber fang ich mal am Wochenanfang an, Dienstag hatte ich Geburtstag und ich danke euch allen nochmal für die Glückwünsche und Pia, Silke, Jens (gleich doppelt) und Jonas für den gemeinsamen Abend. Bei welchem sich Jonas und Pia die Klinke in die Hand gaben um uns zu unterhalten, wenn auch nicht immer ganz absichtlich. Soviel sei erwähnt, ich hab gelacht.

Der Rest der Woche war dann mit viel Arbeit gespickt und glücklicherweise ging es Alan auch wieder besser, wobei das keinen größen Unterschied macht, wie mir dann auffiel. Eines Abends konnte ich gute Fortschritte in meiner "Schrei-den-Frust-weg-Therapie" machen, als Alan ungelogen 10 Minuten auf einer Kartoffel rumkaute und einfach nicht runterschlucken wollte/
konnte, sich aber immer wieder versuchte was nachzuschieben. Ich weiß nicht wie oft ich ihm sagte das er den Müll endlich schlucken soll und irgendwann wurde er sauer deswegen. Dann bewirkte meine Therapie zumindest, dass er wieder auf den Teppich kam und wach war. Manchmal ist es schlimmer als kleine Kinder, irgendwann hab ich dann den Teller aus seiner Reichweite genommen und letztendlich hat er es dann auch gebacken bekommen, wollte danach aber nichts mehr essen. Boaaaaa, war ich angepisst. Ähnlich wie das ihn ins Bett bringen am Freitagabend, Punkt 22 Uhr will ich ihn holen und er probierte zu diskutieren (was aus bekannten Gründen fehlschlug) das er dann schon ins Bett musste. Aber ganz professionell wie ich bin, konnte ich meine Meinung durchsetzen, auch weil Arlene auf ihn einwirkte, weil sie es wieder einmal versäumt hatte jemanden zu organisieren um ihn ins Bett bringen - eine Nummer zu wählen ist auch immer so kompliziert.

Naja, letztendlich ging Freitag nicht mehr viel und Samstag musste ich wie gesagt arbeiten. Dann macht ich mich gegen 18 Uhr auf zu Jonas um mit ihm, Stefan und Götz zu meiner "belated Birthdayparty" zu fahren.
Hierbei möchte ich noch betonen, dass ich von allen drein mit
amüsanten Geburtstagsgeschenken bedacht wurde, neben den Toffifee und einer Tasse mit der Aufschrift "Wenn du nicht über dich lachen kannst übernehm ich das gerne für dich" gab es einen Sex-Ratgeber, eine Erpsenpistole mit Zielscheibe (die Idee dahinter wird nicht in die
Öffentlichkeit getragen) und einen Tassenuntersetzer (auch da bleiben Einzelheiten unter uns). Danke Jungs und glücklicherweise kann ich auch über mich lachen. Dann trafen wir uns mit ein paar Leuten um meinen Geburtstag nachzufeiern. Der von mir angedachte Club wurde nach 5 Minuten wieder verlassen, aufgrund
eigenartiger Musik und Gäste. Beim 2. Versuch wies uns
glücklicherweise der Türsteher auf das Partythema hin, "Gays,
Lesbians and Tranny" wer weiß, mit was wir sonst alle nach Hause
gegangen wären. Also auf ein neues. Diesmal mit Erfolg, Musik war cool und das es ein Club mit vowiegend gleichgeschlechtlichen Partnern (zumindest für den Abend) war viel mir garnicht auf, bis mich einer zum Tanzen aufforderte und hinter uns die Kerle miteinander rummachten.
Naja...die kleinen Mäuse. Sonntag haben wir dann
das erste Mal an einem Flashmob teilgenommen, Cha Cha Slide, leider
ging er nur 5 Minuten und hatte auch nur ca. 80 Teilnehmer. Aber dabei ist alles - wie es so schön heißt. Anschließen ging es ein Eis essen, für Gourmes bei Haägen Dasz (es gibt Leute die DIESES Eis nicht zu schätzen wissen)
und anschließend in den Green Park. Nach einer weile löste sich dann
unsere Gruppe auf und nach einem "Burger & Beer" im Pub ging es dann zurück.


Fazit der Woche: "Es ist schön, gute Freunde zu haben" auch wenn nicht immer alles nach Plan läuft.


Also danke euch allen...und jetzt freu ich mich auf familien- Besuch aus der Heimat.

2 Kommentare 28.3.11 17:54, kommentieren

Andere Seiten von London...

Wieder eine Woche gemeistert,

wobei diese Hürdenreich war. Alan hat es
aufgrund einer Infektion total heruntergezogen. Er hat tagsüber fast
durchgehend geschlafen und bekam von Zeit zu Zeit "Schüttelanfälle",
vorwiegend wenn man ihn ihm Rollstuhl bewegt hat oder ihn aus dem
Bett, ins Bett, vom Sessel oder in den Sessel transferiert hat. Also
war es diese Woche echt belastend, er konnte ohne Hilfe weder stehen (was sonst halbwegs klappt) noch aufstehen, selbst die Bedienung des Treppenlifts war diese Woche eine zu große Challenge. Echt bitter, der Arme. Dazu kam noch Schnupfen, Husten und Heiserkeit - wobei letzteres zu einer kraftvolleren Stimme als üblich führt (eigentlich nicht nachvollziehbar). Dazu kam noch, dass ich auch am Samstag gefordert
war, den ganzen Tag. Wobei es nicht so anstrengend war, Morgens hab
ich ihn nichtmal wach bekommen und ausser 3-4 Tabletten-, Trink- und
Essenspausen hat er den ganzen Tag schlafend in seinem Bett verbracht.
Ich hoffe, dass das das Ende der Infektion war. Mal sehen.

Sonst gab es natürlich auch noch positives zu berichten, es war ja
"St. Patricks Day", der aber nicht wie erwartet zelebriert wurde.
Ausser das unsere üblichen Pubs hoffnungslos überfüllt waren und ab
und zu grün gekleidete Menschen unsere Weg kreuzten war nichts
besonderes dabei. Freitag ging es dann wie üblich ins partyreiche
Wochenende, dass erste
Mal ging es dafür zur "Old Street", was man auch mit Augen-zu-drücken
als Reinfall bezeichnen kann. Der Türsteher lag mit der Aussage "wir
spielen alles" nicht ganz richtig, denn letztendlich waren ausser Hip-
Hop nicht wirklich viele bis garkeine anderen Musikgenre vertreten.
Auf der Bühne stand eine "Gangster-Rapperin" im Dress der Kelly-
family, die Hauptberuflich auch als "Fleischfachverkäuferin"
durchgehen kann. Aber auch das ist London, genauso wie der Chinamann
der Döner, Burger und Chinapfanne verkauft. Ja sowas sieht man
wahrscheinlich nur in einer Metropole, alles international, multikulti
und gemischt. Wir fanden es lustig irgendwie.
Samstagabend ging es dann wie fast immer ins Purple Turtle, wobei wir
danach beschlossen haben, erstmal eine "Beziehunspause" einzulegen, um nicht an Gefallen zu verlieren. Wobei es diesmal wieder echt cool war! Sonntag hab ich dann mal London
erwandert, ich fuhr bis Canary Wharf (der Finanzbezirk) und bin dann
an der Themse entlang gelaufen (wo es sich offensichtlich gut wohnen
lässt - gerade im Angebot ein Wasserblickappartement für 1900 Pfund/
Woche/3 Zimmer) zur Tower Bridge, weiter zur St. Pauls Cathedrale,
hoch nach Farringdon, King's Cross zu Jonas. So hab ich einige Teile
Londons gesehen, die ich vorher noch nie gesehen hatte und auch einen
neuen deutschen Imbiss entdeckt. Mit Curry-, Bratwurst, Frankfurter und und und...ab 4,75 Pfund im Brötchen. Ich fand den Spaziergang wirklich lohnenswerte, also für alle die mal ein paar Stunden Zeit haben...Insidertipp!

Und das wars auch schon wieder,

man hört sich meine Follower! 

PS: Als kleiner Tipp für alle Casanova wie ich einer bin: Wenn dich
eine fragt, ob du sie auch mögen würdest, wenn sie "fett, hässlich
und ungeschminkt" wäre - dann kommt die Antwort "kenn ich dich anders?"
immer gut an. (Sorry Jana, aber ich könnte mich deswegen immer noch
wegschmeißen!)

3 Kommentare 21.3.11 23:12, kommentieren

Und immer wieder diese Schildkröte,

hey Follower, es ist mal wieder Wochenende gewesen und die Woche
verlief Ereignislos und ohne nennenswerte Auseinandersetzung mit
Arlene! Wir waren einmal sogar zu dritt im "Kennwood House & Estate"
was ein extrem schöner Nachmittag war. Ein schöner Garten mit einem
perfektem Blick über die Stadt, hervorragendes Mittagessen in einer
süßen alten Brauerei (die jetzt nur noch ein Restaurant ist),
strahlender Sonnenschein - was will man mehr?

Aber kommen wir zum Wochenende. Am Freitag starteten wir mit einer
Disconacht in der "Zoo Bar" am Leicester Square, was leider nur
mäßiger Spaß war. Samstag ging es zur Oxford Street, anschließend
einen voll romantischen Spaziergang durch den Hyde Park um
letztendlich im Harrods zu landen. Wo uns wieder einmal vorgeführt
wurde, was man sich alles nicht leisten kann und teilweise auch nicht
will. Ob der alte Bürostuhl für über 11.000 Pfund oder der
dazugehörige Schreibtisch für 38 und 'n paar zerquetschte. Das
dekadente Designer-Himmelbett der Marke " potthässlicher Kitsch" oder
der Globus für 7.000 Pfund, für jeden mit gefülltem Geldbeutel und
Geschmäcker aller Art ist was dabei. Aber natürlich gibts auch
normale Sachen für den Durchschnittsverdiener. Beispielsweise eine
Kugel Eis in der Food Hall für 3,8 Pfund ( zum Vergleich: eine Kugel
Häagen Dasz kostet nur 2,85 Pfund). Nach dem Eindruck, hatten auch wir
das Gefühl uns was zu gönnen. Also ging es ins koreanische Restaurant
"Korea Kitchen" nah dem Piccadilly Circus, wo wir uns kulinarisch
verwöhnen ließen. Wirklich lecker! Nach dem umziehen und einer kurzen
Pause ging es dann wieder einmal ins "Purple Turtle", ein Abend der
Marke "strange", irgendwie waren wir auf einmal 12 Leute (ich hab mit
halb so vielen gerechnet), die Musikmischung ließ die guten Oldies
vermissen, ich hab dem Klomann sogar Geld gegeben (fürs Seife und
Papierhandtuch reichen) und bevor ich sauer wurde, hat der Mann an der
Garderobe doch noch meine verloren geglaubte Jacke gefunden. Sonntag ging es dann mit Laura und Götz durch Notting Hill ( Nein Götz, nicht Nottingham!) wo ich feststellen musste, dass ich durch den Verlust
meiner Schlumpffigursammlung beim Umzug vor 10 Jahren meine erste
Million verspielt habe (5-50 Pfund pro Figur - im Sammlerladen). Auch
Punk-Trolle und die Glücksbärchen können ein kleines Vermögen wert
sein. So endet Lauras letztes Englandwochenende und man sieht sich
dann in Berlin, wenn ich wieder da bin.


Ich ließ meinen Abend bei Jonas ausklingen und verfolgte die
Ereignisse in Japan mit Staunen, Schrecken, Mitgefühl und der
Hoffnung, dass ein Super-Gau ausbleibt. In diesem Sinne ...

私の考えは、あなたと

1 Kommentar 14.3.11 19:46, kommentieren

Unfassbar, die glauben wirklich daran!

Ja Leute, ich hatte Paule zu Besuch, der neben meinem Bruder und
seiner Freundin der Einzige ist, dem das Glück zu teil wird als Gast
aus der Heimat bei mir zu schlafen.

Aber fangen wir erstmal wieder mit einer kleinen Anekdote aus meinem
Leben mir Arlene an. Freundlich wie sie ist, musste ich am
Dienstagabend Alan nicht ins Bett bringen, da die andere Pflegekraft
(meine Urlaubsvertretung) noch da war. Sie sagte mir also, wenn du
willst, kannst du Abends lange weg bleiben. Dumm wie ich bin, sag ich
sofort zu ohne über ihre, vorsichtig gesagt, "Hinterfotzigkeit"
nachzudenken. Denn was sie im Hinterkopf hat erfuhr ich dann am
Donnerstag. Ich fragte sie, ab wann ich denn Freitag Feierabend habe
um mit Paul durch die Stadt zu ziehen. Sie meinte so von 12-15 Uhr und dann brauch sie mich nochmal, da sie dann einkaufen gehen will und so ganz nebenbei erwähnte sie, dass
ich Alan Abends ins Bett bringen soll, warum Freitagabend? (was fast nie der Fall ist) - weil ich ja Dienstagabend frei hatte. Als ich ihr sagte, dass ich dachte das wäre extra-Freizeit meinte sie kackfrech: "Dann musst du halt nachfragen um es besser zu wissen!" Ich bin ja
eigentlich nen eher ruhigerer Typ aber diese Frau ....

Letztendlich machten wir uns nach getaner Arbeit auf den Weg in
Murphie's Karaokebar und ließen dort mit ein paar Volunteetkollegen
die Puppen tanzen. "Große Performance" stand auf der To-Do-List und
die haben wir natürlich abgearbeitet. Mit "Summer Nights" (Grease)
"Everybody" (Backstreet Boys) und "This Love" (Maroon 5) ließen wir es
krachen und das betrunkene Publikum war mit uns. Leider kam das
gewünschte "Father and Son" (Ronan Keating und Yussuf Islam) nicht ran aber man kann ja nicht alles haben.

Am Samstag ging es dann zum Sightseeing in die Stadt und wir haben einen Versuch unternommen, das Spiel "Arsenal vs. Sunderland" im Emirates Stadium zu erleben, dieser Versuch scheiterte kläglich - am Ticketpreis zwischen 100 und 250 Pfund pro Person versteht sich (für ein normales Ligaspiel).
Damit verabschiede ich mich auch vom Hinterkopfideechen das Spiel "Tottenham vs. Milan" zu sehen, der Preis 450 Pfund! (Champions League) Irgendwas läuft da falsch bei denen - die spinnen die Römer! Also ging es dann noch zum Camden Market und am Abend ins geliebte "Purple Turtle". Wieder war's richtig geil und wir hatten unseren Spaß. Sonntag starteten wir dann nach dem
Ausschlafen in Richtung Wembley-Stadium wo wir uns eine Stadiontour
gönnten. Das Stadion ist wirklich ein Prachtstück und hat einiges zu
bieten, es hängen so einige Bilder von Englands größten Erfolgen im
gesamten Stadion verteilt. Was heißt, dass nur vom WM-Sieg 1966 Bilder zu sehen sind, denn mehr hat man ja nicht erreicht. Aber das
schockierende ist, dass die wirklich daran glauben das das Wembleytor
eins war! Ich hab sogar nochmal nachgefragt und die denken es
wirklich, ohne Witz, ehrlich und aus voller Überzeugung. Beängstigend
irgendwie. Nach der Tour haben wir den Abend noch bei "Jamie's
Italian" und einem Bier im Pub ausklingen lassen. Es war echt
cool jemanden aus der Heimat dagehabt zu haben, gemeinsame Erlebnisse aufblühen zu lassen und uns über die Zeit in der Heimat
auszutauschen. Danke Paul!

Wie es kommen musste sorgte Arlene noch für den krönenden Abschluß meines Wochenendes, sie stand in der Küche und hatte sich gerade etwas zu trinken genommen, als auch ich ein Glas aus dem Schrank holte um mir Wasser einzugießen sagte sie: "Bleib da eifach nur stehen!".
Freundlich wie ich bin fragte ich natürlich was sie jetzt schon wieder hat und sie erzählte mir wieder etwas über Benehmen und und und... das Problem war:

1. das ich sie nach dem Aufstehen beim Mittag gestört habe, da
ich mir und Paul nen Toast gemacht habe. Ich soll beim nächsten Mal
vorher oder hinterher essen. (ich hab das Essen sogar
mit hoch genommen um nicht weiter zustören!)

2. Das ich den Wasserspender nicht wieder voll aufgefüllt habe, als wir was getrunken hatten. (Todsünde, wenn es mir passiert! Bei ihr ist das was anderes) und


3. Das ich mir doch echt Wasser nehmen will, wenn sie gerade vor
dem Wasserspender steht. (Was bilde ich mir eigentlich ein, wer ich
bin?)
Also ich kann's vollkommen nachvollziehen, ich bin echt nen Arsch.
Manchmal frag ich mich ob ich für sie mal nen Volunteer holen soll,
damit ich mir das Geschwafel nicht mehr anhören muss. Ist doch echt zum ...

Naja...auf in eine neue Woche, mal sehen was die für mich bereithält.

2 Kommentare 7.3.11 17:15, kommentieren